FAQ

FAQ bedeutet "Frequently asked Questions" - also "häufig gestellte Fragen".

"Wie finanziert ihr das?"

Die Genossenschaft bietet die Möglichkeit, dass sich breite Teile der Bevölkerung einbringen können. Der Bürgerinitiative ist es gelungen in nur fünf Wochen, trotz Ferienzeit fast 1000 Unterschriften zu sammeln und 46 Unterstützergruppen zu gewinnen. Daher sind wir zuversichtlich, dass sich auch an der Genossenschaft viele Menschen beteiligen werden und wir die Finanzierungssumme aufbringen können.


Die Genossenschaft strebt den Gemeinnützigkeitsstatus an. Sobald dies geschafft ist, kann sie Spenden entgegen nehmen.


Die Genossenschaft finanziert den Kauf der Martinsschule, ihre Sanierung und den Mietausfall der ersten Monate durch Genossenschaftsanteile, Spenden, Förder- und Stiftungsgelder. Außerdem kann sie Bankkredite oder sogenannte Privatkredite aufnehmen. Letztere sind Kredite die nicht von der Bank ausgestellt werden, sondern von Privatpersonen, die dann auch die Zinsen erhalten. Diese Art der Finanzierung ist attraktiv da der Zinssatz bei 2 % liegt. Das Risiko ist hierbei auf viele Köpfe verteilt.

"Wie viel muss ich zahlen, um Mitglied zu werden?"

Bei einer Genossenschaft zeichnet man Anteile. Das bedeutet, beim Eintritt zahlt man einmalig einen Betrag, den man selbst fest legt. Später kann man weitere Anteile zeichnen.

Der Betrag wird nur einmalig fällig, nicht wie der Mitgliedsbeitrag bei Vereinen jeden Monat.

Ein Anteil liegt bei uns bei 50 Euro, so dass auch Geringverdiener, Studenten, Rentner, Arbeitslose und andere Menschen mit wenig Geld Mitglied werden können.

Wer mehr beitragen will zeichnet entsprechend mehr Anteile. Wer 1.000 Euro beitragen will, zeichnet demnach 20 Anteile, bei 2.000 Euro sind es 40 Anteile etc.

Wenn man austritt erhält man sein eingezahltes Geld vollständig zurück.

"Was passiert mit der Genossenschaft, wenn sie die Martinsschule nicht bekommt?"

Wir werden in diesem Fall eine Generalversammlung einberufen um zu entscheiden, wie es weiter geht. Entweder lösen wir die Genossenschaft auf, oder wir führen sie weiter, mit dem Ziel ein anderes Gebäude zu kaufen/mieten/pachten um ein Zentrum der Begegnung und Kultur einzurichten. Wer explizit nur wegen der Martinsschule dabei war wäre in diesem Fall frei, wieder auszutreten.

"Was ist eine Genossenschaft?"

Die Genossenschaftsidee entstand zur Zeit der Industrialisierung, als kleine Unternehmer Schwierigkeiten hatten zu überleben. Sie schlossen sich zusammen und waren so finanziell stärker aufgestellt und abgesichert.

In dieser Zeit entstanden auch die Baugenossenschaften. Es herrschte Wohnungsnot und Menschen schlossen sich zusammen, legten ihr Geld zusammen und versetzten sich so in die Lage, sich gemeinsam eigene Wohnungen und Häuser zu kaufen.

Das besondere dabei: Jedes Mitglied ist gleichberechtigt. Unabhängig von der Höhe des eingezahlten Geldes hat jedes Mitglied eine Stimme. Nicht der Vermieter oder Chef bestimmt, wo es lang geht, sondern alle können mitreden. Entscheidungen werden im Konsens getroffen, die Verwaltung ist gemeinsame Aufgabe. Klar, das ist herausfordernd, aber es wurden in den 200 Jahren seit Entstehung der Genossenschaften Methoden entwickelt, um schnell zu Entscheidungen zu gelangen, mit denen alle leben können.

Genossenschaften leben also nach dem Motto "Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele zusammen."

Heute gibt es viele verschiedene Genossenschafts-Formen. Wohnungsbaugenossenschaften, Solidarische Landwirtschaften, Bürgerenergien, sind nur einige Beispiele für Genossenschaften, die es heute gibt.

Am 31.11.2016 wurde die Genossenschaftsidee zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.